Diskussionsveranstaltung: Rechtsrock – eine männliche Subkultur?

Mittwoch, 20. März 2013, 19 Uhr
Philosophenturm Hörsaal E, Von-Melle-Park 6

Musik spielt eine wichtige Rolle in der rechten Szene – sowohl auf organisatorischer und finanzieller als auch auf identitätsstiftender Ebene. Und sie ist männerdominiert, Selbstinszenierungen von harten Kerlen und rechten Kämpfern bestimmen Auftreten, Denken und Handeln. Doch eine Reduzierung der Szene auf diesen Aspekt greift zu kurz. Der anstehende Prozess gegen das NSU-Mitglied Beate Zschäpe am 17. April 2013 in München zeigt erneut, dass die Rolle der Frau in der extremen Rechten bei weitem nicht mehr auf häusliche Arbeit und Kindererziehung beschränkt ist. Jan Raabe (Themenschwerpunkt extreme Rechte und militanter Neonazismus, Herausgeber des Buches „RechtsRock. Eine Einführung“) und Frauke Büttner (Themenschwerpunkt u.a. Frauen und Rechtsextremismus) gehen der Frage nach, inwiefern sich geschlechtliche Rollenbilder verschoben haben.

Fortbildung für Eltern und Pädagog_innen: Hitlergruß in der 8b. Rechtsrock auf der Abifeier. Was tun?

Donnerstag, 21. März 2013, 17 Uhr
Curio Haus, Rothenbaumchaussee 15

Extrem rechtes Gedankengut ist auch an Hamburger Schulen und in Hamburger Jugendzimmern verbreitet. Oft tritt es verdeckt in Form von mehr oder weniger harmlos wirkenden Aufklebern, Musikstücken, Symbolen und Texten auf und wird nicht direkt als solches identifiziert. Der Frage, wie diese Zeichen rechter Ideologie erkannt werden können, was sich hinter ihnen verbirgt und wie man als Elternteil, Pädagogin oder Pädagoge reagieren kann, will die Junge GEW in der Fortbildung nachgehen. Referenten sind Carsten Neumann und Florian Schmidt. Die Veranstaltung kann von der Schulleitung als Fortbildung anerkannt werden.
Für die Fortbildung wird um eine Anmeldung unter info[at]gew-hamburg.de gebeten.

Tresengespräch: Was tun gegen Rechts? Möglichkeiten antifaschistischer Praxis

Freitag, 22. März 2013, 20:30 Uhr
Neuer Ort! Veranstaltung findet im OZM Bartelsstraße 65 statt.

Rechtsrockkonzerte, Naziläden, rechte Subkultur – werden Neonazis in Ruhe gelassen, schaffen sie es immer wieder, eine rechte Erlebniswelt zu etablieren und eine ausdifferenzierte Infrastruktur zu entwickeln. Dort, wo der öffentliche Druck zu hoch wird, ist das für die Nazis jedoch oft schwierig. Anhand praktischer Beispiele diskutieren wir über verschiedene Ansatzpunkte und Strategien antifaschistischer Politik. Was können wir konkret tun, damit sich eine extrem rechte Jugendkultur nicht weiter ausbreitet?

Hinweis gemäß § 6 des Versammlungsgesetzes: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der
rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt
zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.